Der Bernstein
Bernstein ist weit mehr als ein Schmuckstein: Er ist ein Schutzstein, der Lebensfreude schenkt und positive Schwingungen in den Alltag bringt und bei Ritualen unterstützt. Sein warmes Funkeln erinnert an Sonnenlicht, das durch Herbstlaub fällt. Er trägt eine lange Geschichte von Mythos, Wissenschaft und Heilkunst in sich.
Farbenvielfalt und Herkunft
Bernsteine kommen in einer beeindruckenden Farbvielfalt vor. Bekannt sind Gelb- und Bernsteintöne, doch auch Rot, Orange, Weiß, Blau, Grün, Braun sowie transparente Varianten sind möglich. Die genaue Farbgebung des versteinerten Harzes hängt von der jeweiligen geologischen Entstehungsgeschichte ab und beeinflusst teilweise die energetische Wirkung.
Seine Ursprünge finden sich vor allem in den baltischen Regionen, doch auch in dominikanischen Lagerstätten werden Bernsteine und verwandte Harze gefunden.
Die Bedeutung des Bernsteins
Der Bernstein ist versteinertes, fossiles Baumharz. Er gehört zu den ältesten und begehrtesten Edelsteinen bzw. Schmucksteinen der Menschheit. Das bekannteste Kunstobjekt ist sicherlich das berühmte Bernsteinzimmer. Bis heute gilt es als verschollen.
Sein Name leitet sich aus dem Niederdeutschen »Börnsteen« (Brennstein) ab, und ist auf seine Brennbarkeit zurückzuführen. In der Antike wurde er als Succinit bezeichnet.
In Latein lautet der Name des Bernsteins »Electrum«. Das taucht gelegentlich noch in älteren Texten auf.
In Griechenland wurde Bernstein als »Elektron« bezeichnet, was sich mit »Hellgold« oder »Weißgold« übersetzen lässt. Daran können Sie erkennen, wie wertvoll das fossile Harz war. Wissenschaftliche wird er mit »Succinit« bezeichnet und hier sind die »Inklusen« von besonderem Interesse. Inklusen sind die Einschlüsse von Insekten oder Pflanzenteilen im Bernstein, die uns einen kleinen Blick in längst vergangene Zeiten gewähren.
Historische Nutzung und chemische Eigenschaften
Verwendung als Schmuck und für Kunstgegenstände fand Bernstein entlang der Geschichte der Menschheit. Bereits in der Bronzezeit gelangte Bernstein auf den immer gleichen Handelsrouten »den Bernsteinstraßen« von der Ostsee bis in den Mittelmeerraum. Schon damals war bekannt, dass Bernstein sich durch Reibung elektrostatisch auflädt. Deshalb wurde er auch in der Antike sogar als Kleiderbürste benutzt, weil er den Staub anzog.
Bernstein als Heilstein
Bernstein ist als vielseitiger Heilstein bekannt und fand in vielen Kulturen Anwendung als solcher. So glaubte Thales von Milet, er könne Krankheitserreger fernhalten und Plinius der Ältere beschrieb seine fiebersenkende Wirkung. In der Antike galt er außerdem als Heilmittel gegen Gicht und Ruhr.
Sogar Hildegard von Bingen (1098–1179) nutzte den Bernstein in der Heilkunst bei Magenbeschwerden und Blasenfunktionsstörungen.
Ligur: Hildegard von Bingen (Bernstein)
Der Bernstein, von ihr Ligur genannt, soll nach Hildegard von Bingen gegen Magenschmerzen eingesetzt werden. Er ist ein sehr stark wirkender Heilstein und deshalb nach ihrer Lehre mit Vorsicht zu behandeln. Auch gegen Beschwerden beim Wasserlassen soll er helfen. Noch heute wird er gegen Magenbeschwerden eingesetzt.
Zermahlen fand Bernstein Anwendung bei Erkrankungen der Leber, Nieren und Galle sowie bei Verdauungsproblemen innerlich verwendet. Bernsteinöl wurde bei Rheuma äußerlich verwendet, also betroffene Körperstellen damit eingerieben.
Die wissenschaftliche Forschung ging später einen Schritt weiter: Der berühmte Mediziner Robert Koch untersuchte den Bernstein und fand heraus, dass Bernstein eine Substanz enthält, die als Bernsteinsäure bekannt wurde und eine immunstärkende Wirkung hat.
Der Bernstein – von den Göttern erschaffen (antike Mythologie)
Mythologie und Schutzwirkung
In der antiken Mythologie galt Bernstein als von den Göttern erschaffen. Als Amulett getragen, sollte er vor Unheil schützen, bösen Zauber bannen und Dämonen, Trolle oder andere negative Energien abwehren. Auch heute gilt Bernstein als Schutzstein und gehört zu den wichtigsten Heilsteinen. Er wird nach wie vor verwendet und geschätzt.
In der modernen Forschung spielt des Bernsteins chemische Struktur weiterhin eine Rolle, unter anderem Bernsteinsäure findet in pharmazeutischen Anwendungen ihren Platz.
Die Wirkung des Bernsteins und seine energetischen Qualitäten
Der Bernstein gilt, wie bereits erwähnt, vor allem als Schutzstein, jedoch hat er weitere sehr positive, wertvolle Eigenschaften. Er ist der Stein der Lebensfreude und des Optimismus! Bernstein beruhigt das Gemüt und kann Depressionen und Ängste lindern. Durch seine warme Ausstrahlung weckt die Lebensgeister. Er sorgt für kreative Ideen und Impulse.
Der Bernstein fördert durch seinen ausgestrahlten Optimismus nicht nur die Flexibilität, sondern auch die Entscheidungsfreude. Diese positiven Wirkungen des Bernsteins führen zu einer lebendigeren, großzügigeren und attraktiveren Ausstrahlung.
Reinigung & Pflege
Jeder Bernstein reagiert empfindlich auf Hitze, direktes Sonnenlicht und starke Reibung. Meiden Sie über längere Zeit kräftige Reizungen durch Hitze oder UV-Licht. Bitte legen Sie Ihren Bernstein deshalb niemals in die pralle Sonne. Ihr Bernstein kann dabei brüchig und trüb werden!
Sobald sich Ihr Bernstein bei Hautkontakt nur noch schwach erwärmt, sollten Sie ihn entladen. Zur Entladung genügt lauwarmes, fließendes Wasser. Vermeiden Sie Seife mit aggressiven Zusätzen, da diese das Steinmaterial angreifen können.
Vermeiden Sie Reinigung durch Ultraschall oder stärkere Reinigungsmittel. Wenn der Stein verschmutzt ist, wischen Sie ihn lieber sanft mit einem feuchten Tuch ab.
Nach der Reinigung können Sie den Bernstein an der Luft trocknen lassen oder mit einem weichen Tuch behutsam abtrocknen. Um die Energetik zu unterstützen, legen Sie den Bernstein über Nacht in Nähe von Hämatit-Trommelsteinen oder anderen reinigenden Kristallen.
Lagern Sie Ihren empfindlichen Bernstein bitte getrennt von Metallen und anderen Steinen, damit Kratzer vermieden werden. Ein weiches Samttuch oder eine Schmuckschatulle eignen sich immer gut dafür.
Anwendung & Chakren- und Sternzeichenzuordnung
- Tragen: Der Bernstein wirkt besonders gut, wenn Sie ihn direkt und für längere Zeit auf der Haut tragen oder ihn auf den Solarplexus oder das Wurzelchakra auflegen. Als Kette oder Armband ist er ein prima Talisman und wunderbarer täglicher Begleiter. Natürlich erfahren Sie auch mit Ohrsteckern seine positive Energie.
- Innere Anwendung: Das Bernsteinwasser kann getrunken werden. Es hat eine milde, unterstützende Wirkung.
- Meditation: Während der Meditation spendet der Bernstein Wärme und Geborgenheit. Beginnen Sie mit einem Bergkristall, um das jeweilige Chakra zu öffnen, bevor Sie den Bernstein dort platzieren.
- Als Zeckenhalsband für Hunde: Die Wirkung soll durch ätherische Öle und elektrostatische Aufladung des Bernsteins entstehen und die Zecken abschrecken. Es dauert etwa 3 Wochen, bis die Wirkung einsetzt. Haben Sie bitte ein wenig Geduld.
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Anleitung zur Herstellung des Bernsteinwassers Was benötigen Sie?
Die Vorbereitung?
Wie wenden Sie die Wassersteine an?
Was gilt es sonst noch zu beachten?
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Sternzeichenzuordnung:
- Der Bernstein ist ein wichtiger Hauptstein für das Sternzeichen Zwilling. Er schenkt Zwillingen Zuversicht und Ruhe.
- Er beschert den Löwengeborenen Wohlergehen bei all ihren Vorhaben.
- Bernstein bringt mehr Menschlichkeit und Großzügigkeit in die Herangehensweise und das Verhalten der Jungfrauen.
- Als Ausgleichstein für Krebse wird er bei fehlendem Realitätsbezug und/oder mangelnder Lebensfreude gerne eingesetzt.
Sie sehen also:
- Der Bernstein hat eine lange Geschichte als Schutzstein und Heilstein.
- Er ist vielseitig verwendbar.
- Andere Bezeichnungen: Succinit, Börnstein, Barnstein (Barnstone) und Brennstein.
- Beim Anzünden verströmt er einen charakteristischen, durchaus typischen Geruch, der auf die harzartige Herkunft hinweist.
- Bernstein ist fossiles Harz, oft mit Einschlüssen von Insekten oder Pflanzenteilen (Inklusen). Diese Einschlüsse können die Einzigartigkeit jedes Steins betonen und sein energetisches Profil beeinflussen.
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Ohrstecker Bernstein |


